Zwangsarbeit im Orlatal - Der dunkle Schatten des Walpersberges

Shownotes

In dieser weiteren Sonderepisode von Ostwärts, die in Anlehnung an das Projekt „Erinnerungsbrücken – Es geschah überall“ entstanden ist, treffen wir den ehemaligen belgischen Soldaten Patrick Brion, der sich vorwiegend mit der Geschichte des Walpersberges 1944 und 1945 beschäftigt. Der eigens für dieses Unterfangen gegründete Verein Förderverein "Mahn- und Gedenkstätte Walpersberg" e.V sammelte in den vergangenen Jahren mehrere Terrabyte Archivmaterial über die Zwangsarbeit vorwiegend Kriegsgefangener Menschen, die hier für die Rüstungsindustrie arbeiten mussten. Viele von ihnen verloren ihr Leben. Wie viele Außenlager gehörten zu so genannten „REIMAHG“? Was genau geschah dort und wie sah der Alltag der Menschen aus, die hier arbeiten mussten? Wussten die Bewohner in der Umgebung davon und wie haben sie reagiert?

Dies und vieles mehr erzählt Patrick Brion im Gespräch mit M.Kruppe.

Wir bitten, die Tonqualität zu entschuldigen. Die Aufnahme entstand mobil in den Räumen der Sonderausstellung „Reimahg“ im Stadtmuseum Kahla. Die Episode ist Teil einer 2025 produzierten Reihe aus Sonderfolgen, die das Thema NS-Unrecht in der Region Saale-Orla-Kreis thematisiert und kontextualisiert. Ziel der Reihe ist es, historisch-politische Bildung zu fördern und daran zu erinnern, dass nationalsozialistisches Unrecht nicht abstrakt war, sondern überall geschah – auch in unserer Region. Die Reihe wurde gefördert durch das Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur.

Hinweis: Hinweis: Die Interviews spiegeln die persönlichen Meinungen und Einschätzungen unserer Gäste wider. Sie erklären regionale Entwicklungen und Zusammenhänge aus ihrer Perspektive und können mitunter von der Position der Förderstelle, dem aktuellen Forschungsstand und der Linie dieses Podcasts abweichen. Klar ist: Gedenkkultur lebt vom Erinnern – aber auch vom Gespräch darüber.

Welche Gedanken haben die geschilderten Erfahrungen und Positionen bei Ihnen ausgelöst? Wo stimmen Sie zu, wo sehen Sie Dinge anders?

Schreiben Sie uns gern per Kommentar oder E-Mail an podcast@vhs-sok.de. Ihre Rückmeldungen sind Teil des Dialogs, den wir mit diesem Podcast anstoßen möchten.

Transkript anzeigen

00:00:08: Ostwärts, ein Spaziergang durch den Saale-Orla-Kreis.

00:00:13: Ein Podcast der Volkshochschule Saale Orla Kreis gefördert vom Thüringer

00:00:18: Ministerium

00:00:19: für Bildung Wissenschaft und Kultur.

00:00:28: Und damit herzlich willkommen zu einer weiteren Folge Ostwärts!

00:00:31: Ein Spazieregang durch die Saale orla kreis diesmal eine Sonderepisode die in Anlehnung an das Projekt Erinnerungsbrücken es geschah überall entstanden ist.

00:00:43: Der Ausgangspunkt des Projektes war die Tatsache, dass nationalsozialistisches Unrecht überall geschah auf dem Land in kleinen und natürlich auch in größeren Städten.

00:00:54: Direkt vor unseren Haustürn also – und damit ein Orten in unserer Region.

00:01:01: Orte, die oft unscheinbar sind aber Spuren einer Geschichte tragen, die nicht vergessen werden darf!

00:01:08: Gemeinsam mit Regionalforscherinnen und Regionalforschern wollen wir nun in einzelnen Sonderepisonen Brücken schlagen zwischen damals und heute.

00:01:18: Wir erzählen von Menschen, Schicksalen und Ereignissen zw.

00:01:21: neunzehnhundertdreiund dreißig und neunzenhundertvierzig Und fragen was sie uns heute noch zu sagen haben Denn Geschichte geschieht nicht irgendwo Sie geschieht überall.

00:01:32: Heute zu Gast bei uns Patrick Prio.

00:01:34: schön dass wir uns treffen können.

00:01:35: hallo

00:01:36: Hallo, herzlich willkommen im Stadtmuseum von Kader in unserer Ausstellung zum Geschichte des Warbesbergs.

00:01:41: Das ist sogar die Ausstellung, in der wir hier sitzen.

00:01:43: Da werde ich auf jeden Fall nachher noch mal ein paar Bilder machen müssen.

00:01:46: Vielleicht hört ihr es auch schon ein bisschen am Klang?

00:01:48: Wir sitzen heute nicht an einem Studiumikrofon.

00:01:50: Wir sitzen nicht im Vereinsenshof.

00:01:51: Wir sitzen heute im Stadtmuseum Zucala was daran liegt dass sich mich mit dem Patrick Pryon heute ein bisschen über den Walpersberg und dessen Geschichte vor allen Dingen aber auch die Geschichte zwischen drei in dreißig und viertzig unterhalten will und werde.

00:02:09: Mir ist es ganz oft schon passiert, wenn ich von Pösnik aus in Richtung Jena fahre.

00:02:15: Früher zumindest als die Umgehungsstraße noch nicht gebaut war, fuhr man ja unweigerlich an diesem für mich als Kind immer sehr mysteriös erscheinenden Gelände vorbei.

00:02:25: ein abgesperrtes Gelände Ruhemauern und dahinter ein Berg und man sah so ein bisschen da geht's doch rein.

00:02:33: was is denn da?

00:02:35: Später habe ich dann erfahren, dass da wirklich eine geschichtsträchtige Sache gelaufen ist.

00:02:42: Alles wollen wir jetzt gerade ein bisschen klären.

00:02:44: Meine Frage zu allererst – vielleicht wollen Sie sich kurz mal ein bisschen selber vorstellen?

00:02:48: Sehr gerne!

00:02:49: Mein Name ist Patra Brion.

00:02:50: Es wird vielleicht für die Leute etwas wundersam klingen aber ich komme nicht aus Deutschland und ich komme aus Belgien.

00:02:55: Ich bin eigentlich seit dem Jahr zwei Tausend neunzehnten hierhergezogen.

00:02:59: Meine Frau stand allerdings aus Krala.

00:03:01: also der Liebe hatten wir uns auch hier zusammengefunden.

00:03:03: Ich bin eigentlich seit deinundneunzehntig mit dem Thematik Walpersberg unter Heimat und diese Aufarbeitung befasst.

00:03:09: Der Grund dafür ist, ich war fast vierzig Jahre lang Berufssoldat, Berufsunteroffizier und war dienstlich irgendwann mal in den neuen Bundesländern unterwegs und hatte in Rotenstein und damit dann auch später im Walpersburg zu tun.

00:03:22: Und so bin ich eigentlich unfallwillig, wenn ich es mal so sagen darf, in die Geschichte heimgehalten.

00:03:26: und das hat mich damals schon beeindruckt weil ich weiß noch gut.

00:03:29: In Mai dein neunzig stand ich zum ersten Mal am Leubengrund wo wir jedes Jahr die Gedenkfeier haben.

00:03:35: Und es stand noch mit heißtigen Leuten dort, ein paar Überlebende und das fand ich so schade, weil ich gesagt habe nächstes Jahr stehen mir beide hier sozusagen alleine sich dass diese Geschichte verdient besser ist.

00:03:46: Und danach hat man angefangen zu forschen.

00:03:48: Das muss ich jetzt zu meinem großen Stoff sagen, haben wir weltweit das größte Archiv.

00:03:53: Es hört aber nie auf.

00:03:54: also es ist unglaublich die ganze Welt beheist bedingt durch den Thema.

00:03:58: Das kann ich nachher noch mal ein bisschen vertiefen.

00:04:00: und jetzt sind wir natürlich hier machen eigentlich... Ich bin ja zwar Armee Rentner wenn man so darf, aber wir haben ein so volles Programm, wir haben gerade diese Woche einen Jugendprogramm Wir haben nächste Woche noch eine Führung Die Gedenkfeiern kündigen sie klaggetan an.

00:04:13: In April sind wir in Mai zur Gedenkkfeier, das ist auch fast ne Vollzeitjob.

00:04:17: Das ist genau so eine Frage, die ich habe.

00:04:19: Also das ist ja so ein bisschen geführt im Betrieben auch von einem Verein – die ganze Erinnerungskultur rund um den Bollersberg.

00:04:26: Richtig?

00:04:26: Richtig!

00:04:27: Ich sag, ich sage, dass ich in der Zeit neunzehnte, wo ich angefangen habe, natürlich ursprünglich mich um die Berge gekümmert war, weil es meine Landwirte waren und apödig die Kontakte durch die internationale Verbindung hat man dann gesehen.

00:04:39: Ja, das kannst du nicht einfach nur für die Berger und dann die Italiener sollen sich selbst behelfen.

00:04:42: Und so hat sie erst ziemlich gewachsen.

00:04:45: Aber letztendlich ist es nicht meine Geschichte.

00:04:47: Es ist die geschichtliche vor Ort, und die Geschichte vor Ort muss auch von deutschen Leuten mit erfasst werden.

00:04:52: Und dann haben wir im Jahr two-thousand drei gesagt, gut ihr müsst jetzt einen Verein gründen.

00:04:55: das haben wir auch gemacht und wir sind eigentlich schon seit zwei-thausand drei sehr aktiv war noch sehr erfolgreich in sehr vielen Themen beheichen und Kernaufgabe des Vereins ist eigentlich das Erforschen, die Archivbesuchen vieles Vorbehalten aber vor allem die menschlichen Schicksale zu erkunden festzulegen.

00:05:13: Ja,

00:05:13: also deswegen heißt es ja auch Geschichts- und Forschungsverein Weihbassberg eV wahrscheinlich weil eben geforscht wird.

00:05:19: wie sieht dann da die Arbeit aus?

00:05:20: gibt es in diesem Verein zum Beispiel fest angestellte Menschen oder ist das alles grundsätzlich ehrenamt?

00:05:24: Ich muss erstmal korrigieren es gibt zwei Vereine.

00:05:27: okay dass ist leider ein etwas komplexes Thema unsere Vereine Sothausen Heil gekündet die heisst Warnung Gedenkstätte Walpersberg damals.

00:05:35: Ganz kurz, ich will da nicht so tief darauf einweiten.

00:05:39: Ursprünglich ist unser Verein Heimachev.

00:05:41: Das klingt für die Leute hier vor Ort gewisse Logik aber im Ausland steht das letztendlich für Heismarschachemann Göring und das könnte eventuell auch einen etwas bitteren Nachgeschmack und auch einen schlechten Eindrück bereichen.

00:05:52: Und dann haben wir damals, es hat mein Verteidigungsminister, der mir unzuleuglich damals unterstützt hat gesagt von ja du gehst jedes Jahr dorthin, ich lass dich auch viel gehen, wir unterstützen, fordern das.

00:06:02: Ich glaube, dem Namen ist etwas unglücklich gewählt.

00:06:04: Und da hat er recht den Namen in eins vereinen.

00:06:07: Wenn wir morgen sagen, gut im Saal Ola-Kreis möchten wir gerne fischen gehen und suchen dem Verein der Fischerei-Vereinsaal Ola Kreis.

00:06:15: Das sind die Leute!

00:06:16: Aber das musst du unseren Namen auch sagen.

00:06:17: Das haben wir auch gemacht und seitdem sind wir auch so als Asthmael am Gesägester Waubensberg bekannt.

00:06:24: Jetzt haben Sie schon gesagt dass sie durch ihre Zeit als Soldat beim Herr das erste Mal im Walpersberg gewesen sind.

00:06:32: Aber es ging ja sicherlich nicht allen ihren Kameraden, sagt man glaube ich so, dass sie sich plötzlich auch für die Geschichte interessiert haben.

00:06:40: Was meinen Sie?

00:06:40: Wo kommt das genau her?

00:06:41: Also Geschichte hat mich immer interessiert.

00:06:43: also in den vierzig Jahren Armee habe ich an sehr viel geschichtliche Projekten gearbeitet.

00:06:49: Wir haben zum Beispiel im Jahr zwölf und vierzehn bis achtzehnt hatten wir dann die Hundertjährigen gedenkfeiern zum ersten Weltkrieg.

00:06:53: da war ich zählvolliert für Seiten der Armee.

00:06:55: Wir haben noch viele Publikationen gemacht, also echt viel gemacht Und ich war auch oft vor dieser Heimatgeschichte in Buchowals, also europaweit unterwegs.

00:07:05: Geschichte hat mich immer interessiert.

00:07:07: Aber ich habe nie gedacht dass das hier mal endet mit einem Tour und ein ständiges Bleiben im sehr geschichtsträchtigen Ort.

00:07:12: Das ist halt kraller!

00:07:15: Das ist höchst interessant.

00:07:16: Aber ich würde jetzt gerne mal ein bisschen einsteigen zum Thema Walpersberg, der ja wie ich gelesen habe entdeckt wurde, das muss ich jetzt mal zitieren.

00:07:25: auf der Webseite wwwwalpersberg.de steht es zumindest so zu lesen die Geschichte.

00:07:37: kaolinisierten, felsspaltigem Sand durch die Kala-Raporzellanfabrik AG und den mühlen Besitzer Melzler in Groß Eutersdorf.

00:07:45: Was genau?

00:07:47: Vielleicht wissen Sie das bedeutet eine Entdeckung des Berges.

00:07:51: Naja wenn man heute nach Kala schaut ist Kala eigentlich bekannt für zwei Sachen die Kriegsfabrik krisern, weil alle mal gerne einkaufen gehen und vor allem natürlich das Skala Porzellan.

00:08:00: Und eine der Substanzen um Porzellen zu machen ist dieses kaolinhaltiges Sand und damals war man natürlich noch nicht so weltweit verbunden mit Schifffahrt und alles hat man es vor Ort das Sand gesucht und gefunden und dem Verfolger war der Walpersberg diesen zwei Abbaugebieten einmal fürs Porzllanwerk, einmal für den Weltwünsche Gruppe das A und O um das Sand schnell zum Porzallanwerks zu kriegen um dort das Porzllan zu machen.

00:08:21: Also das heißt, es gab ja vorher auf jeden Fall schon einen Betrieb.

00:08:24: Aber wann genau sind denn die Nationalsozialisten auch dieses Objekt auf diesen Ort aufmerksam

00:08:29: geboten?

00:08:30: Man muss an ein Stückchen Vorgeschichte dazu erzählen.

00:08:33: Da ging natürlich der Krieg nicht mehr so gut für Deutschland.

00:08:36: Die alliierten bombardierten Tag und Nacht.

00:08:38: Und den Bombardermaß galt natürlich die Hustungsindustrie.

00:08:42: Und damit hat man auch irgendwann mal entschieden... Wir müssen jetzt versuchen, die Hüstungsindustrie zu schützen.

00:08:46: Damit können wir unsere Soldaten versorgen.

00:08:48: Das ist heute nicht anders wie damals.

00:08:51: Und dann hat man erst mal die ganzen großen Benutzungsbetriebe aus der Lande gezogen.

00:08:54: Die zentralisiert, das hat vorne und hinten nicht funktioniert... ...und dann ist man auf diese Idee gekommen, wir gehen jetzt unter Trage.

00:09:00: Gehen-Untertrag ist eines.

00:09:01: Man muss natürlich die verfügbaren Objekte haben, die sich auch dafür eignen.

00:09:05: Man kann nicht irgendwo in ein Objekt herangehen, wo es nur von dem Decker rumtropft.

00:09:09: Ja!

00:09:09: Und der Walpersberg durch seinen Substanz, durch diesen Konstanten Temperaturen, Luftfeuchtigkeit, hat sich geeignet.

00:09:15: Argument dafür auch zum Malpesberg ist die Bandverbindung, die ganz nahe im Malpesberg liegt.

00:09:19: Also nebenan zufolge die Logistik etwas einfacher als gemacht hat um alles dort hineinzubringen und das geschieht eigentlich dann ab März.

00:09:26: April vierzig

00:09:28: Das ist ja genau.

00:09:28: das ist auch so eine Frage.

00:09:29: also wenn man da so aus heutiger Sicht betrachtet April fourzig fast schon ein sinnloses Unterfangen.

00:09:36: wenn man damals gewusst hätte was macht wir haben nur noch einen Jahr und eigentlich es ist nur nach einem Überleben in der Situation In einer aussichtslosen Situation, würde ich fast schon sagen.

00:09:48: Und trotzdem hat man anfangs vorwiegend italienische Kriegsgefangene dahin gebracht, wenn ich richtig informiert bin wie hat das angefangen?

00:09:55: dass dann Leute da von woher und wie sind die dahin gekommen?

00:09:59: Erst mal küschen Einleitungen durch diese Entscheidung, das hier zu machen.

00:10:03: Klar, wenn wir jetzt neunzehntundvierzig das gemacht hätten, da wäre es fertig gewesen und da wär Carla nicht nur bekannt für seine Keks oder sein Porzellan wahrscheinlich nun noch um dieses Rüstruckswerk Beispiel Nordhausen – das war fertig!

00:10:13: Das hat gelaufen.

00:10:14: Das ist natürlich die große Frage warum.

00:10:16: aber es ist geschichtsbedingt, dass es zeitbedingt.

00:10:19: Das Problem was natürlich da entsteht ist wie Sie vorher sagen Zeit.

00:10:22: ich sage immer wenn wir Führung oder Erklärung machen der größte Feind dieses Projekts waren nicht die Alliierten an sich war die Zeit.

00:10:29: Die Zeit saß den massiven Nacken und dann natürlich ab April, April, vierzig kommen die ersten Zwangsarbeiter an.

00:10:34: das sind sie tatsächlich Italiener.

00:10:35: die werden im Lager-Hosengarten was heute der Festsaal noch ist der Stadt untergebracht und da muss man überall schnell schnell schnell.

00:10:42: aber was bauen?

00:10:42: Die lagemülligen Ställe gebaut waren ich weiß zum Beispiel für die Beige die kommen im Sommer, vierzehn fährt sich an die schlafen in erstens zwei Wochen unter die Sterne weil es einfach noch nichts gibt.

00:10:50: und apö entstehen dann so zwischen dreizigundvierzig Lager kleine Mittel und ganz große Lager Und da kommen bis Kriegsende, sagen wir mal, mehr als vierzig über zwölftausend Zwangsarbeiter aus ganz Europa zusammen.

00:11:03: Was ja auch wie gesagt... Wir haben es ja gerade im Vorgespräch schon einmal gehabt.

00:11:06: und die Lager, das war ja nicht nur so dass hier in Kala irgendwelche Lager waren sondern um Kala bis hinein in den Seiler Ollerkreis in Klein-Deenbach, wo Leute wie ich gelesen habe die Zwangsarbeiter dann mit dem Zug täglich zum Walpersberg gebracht wurden und fahren mussten.

00:11:23: Wie muss ich mir das vorstellen?

00:11:24: Waren das Viehwaggungs wie man es kennt klischemäßig oder waren das richtig züge mit Holzklasse?

00:11:30: Naja, es gab damals auch schon die Ola Bahn und der ist ja bis Olamünde gefahren.

00:11:34: Die Leute waren in den damaligen... Ich glaube das war schon verlassen oder ich weiß nicht so genau, Sportzahlenwerk.

00:11:39: im kleinen Thema Das Gebäude stehen wir noch da und da sind die von dort aufgestiegen, aus dem Zug bis nach Olamunde.

00:11:44: Und muss dann trotzdem noch ein Stück zu Fuß gehen.

00:11:47: Olamund, Entschuldigung!

00:11:49: Klein Demach ist an sich schon besonders, weil das erstens weit ist... Und weit bedeutet auch überleben.

00:11:56: Warum, wenn wir morgens um sieben aufstehen müssen, um auf Arbeit zu sein und wir haben nur fünf Minuten zu gehen oder wir mussten aus Klein-Demach kommen, um um sieb hier auf Arbeit to sein?

00:12:04: Das ist schon mal eine Zeit die uns verlieren soll verloren geht.

00:12:08: Dazu kommt noch das ganz besondere an Klein-demach ist.

00:12:11: es gehörte zwar als Lager zu der Heimat aber es wurde geführt von den Gefängnissen vom Stalak Kriegsgefangenerlager Batsunza weil dort ursprünglich nur Slovakische Kriegsgefangene waren, die dann in der Heimat eingesetzt worden sind.

00:12:25: Später kommen noch bei Italien und bei Beggel dazu aber hauptsächlich Slowaken.

00:12:30: Warum ist es eigentlich so dass über vierzig Lager rund um die Reimark, um den im Weibersberg entstanden sind?

00:12:36: Lackt das an der Masse der dort zur Arbeit verpflichteten?

00:12:41: oder woran hat's gelegen?

00:12:42: Na ja, Carla war damals ein Stadt von sagen über sechseinhalb-siebentausend Leute.

00:12:47: Dann wird jeden feinen Zimmer, jedes fügbares Gebäude schon von der Heimat beschlagnahmt.

00:12:53: Das hat nur um dieses Walpersberg und der Heimacht gedreht.

00:12:56: Und die Lage natürlich zwölftausend Leute unterzubringen ist ein massives Unternehmen.

00:13:00: Dafür braucht man natürlich die Lager.

00:13:01: Man hätte erst sagen können gut wir bauen erst die Lage und dann schicken wir die Leute nochmals.

00:13:05: Die Zeitz hat gegen diese Sprite gearbeitet.

00:13:07: Und denen war das egal.

00:13:09: Wir wissen zum Beispiel von bagischen Aussagen, Zwangsarbeiter haben teilweise die behackenden Herbs auf abgebaut, um sie wieder hier aufzubauen.

00:13:16: Es war schnell, schnell so alles so schnell wie möglich hinzukriegen.

00:13:19: Ich sage immer die wenn man diese ganze Geschichte zusammenfassen möchte in einen Satz dann ist es so man hat überall etwas angefangen aber nirgendwo war es zu Ende gebracht.

00:13:26: Jetzt

00:13:28: haben wir schon die ganze Zeit darüber geredet das da was stattgefunden hat dass da irgendwie Produktionen stattgefundene haben.

00:13:33: jetzt müssen natürlich auch erst mal erklären Was denn genau da passiert es im Berg?

00:13:39: Also der Walpersberg war natürlich eine von vielen Projekten Wenn es um den Thema Flugzeugproduktion geht, was hier also das Ziel war, er war fast ein einzigartiges Projekt bedingt durch diese unterirdische Anlage.

00:13:50: Aber vor allem wenn sie auf dem Luftbild hinter sich durch dieses Startband los oben auf dem Berg gemacht werden musste, dass gab's nirgendwo anders im Dritten Reich und das waren einmalige Sachen.

00:14:00: Das Flugzeug selbst war ursprünglich geplant als eine Produktion der Fokowulf-Hundenneinzig, das war ein bewährtes Maschine.

00:14:07: aber in Oktober vierzig entscheidete es den damaligen Hochreiter Sauckel umzustellen auf der Messerschwitz XXII, den ersten operationellen Einsatzfähigen Dysenjäger mit natürlich massive Änderungen in Logistik auch wie Baume so ein Flugzeug zusammen.

00:14:20: Ihr musst zum Beispiel die ersten Vorarbeiter nach Messerschmitz schicken nach Ausburg damit sie dort ihre Ausbildung bekommen und dann wieder zurückkommen.

00:14:27: wir haben zum Beispiel Nachweise gefunden im KZ Mauthausen in Österreich das Teile von dort teilweise her geliefert worden sind.

00:14:34: also es ist ein massives Spinnenweb, die sich über das ganze Tritt erheigt, verteilt was alles wieder in Kala zusammenkommt.

00:14:41: Ich hatte ja auch gelesen dass man anführlich normale deutsche Pflichtarbeiter beschäftigt waren.

00:14:47: Waren das solche die quasi anleitende Tätigkeiten hatten?

00:14:50: Weil ich meine wenn jetzt italienische belgische, slovakische was auch immer vorher die Zwangsarbeiter alle gekommen sind... Man kann nicht einfach einem Tischler sagen so jetzt war hier mein Flugzeug zusammen!

00:15:00: Also waren das anleidende Funktionen die die normal im deutschen Arbeiter hatten.

00:15:04: Also die deutschen Leute, wir hatten zum Beispiel kein KZ-Heffling hier.

00:15:07: Obwohl da gibt es keine Ausnahme... Aber die deutsche Leute, die hier waren, waren alles Facharbeiter.

00:15:11: Die kamen teilweise zum Beispiel von der Argo Ossischleben.

00:15:14: Die würden von überall hängen.

00:15:15: Da hat doch Bergleute gebraucht!

00:15:16: Die kam noch aus dem Saargebiet Und da gab es natürlich von über zweihundertundzehntzig Firmen, die hier involviert waren.

00:15:22: Mit Bauunterstützung und was auch immer.

00:15:24: Wo deren Arbeit geschickt hat, die Vorarbeiter, die Meister... Also bauen sie natürlich schnell ein Potenzial von paar tausend Leuten noch mal zusammen, die dann teilweise nicht in dem Lager unterkommen sondern vor allem im Privatquartieren hier in Kala oder Jena oder Weimar teilweise.

00:15:41: Das ist schon imposant.

00:15:42: also manchmal fehlt mir zumindest wenn man so ins Detail geht die Worte.

00:15:46: Dennoch, eine Frage.

00:15:48: Gibt es irgendwie so eine Art Alltag, den man beschreiben kann?

00:15:51: Wie sah der Erklingsal-Tag aus?

00:15:54: Der Alltag war eigentlich geprägt von zwei Sachen.

00:15:57: Ständiges Arbeiten und ständiges Hunger, wenn sich natürlich die Zwangsarbeit betrifft.

00:16:00: Es gab einen Tagschicht und ein Nachtschicht.

00:16:02: Tageschicht fing an um sieben und endete um sechs.

00:16:05: Und dann ging natürlich da um in der Nacht schicht.

00:16:07: aber es wurde Tag und Nacht sieben Tage auf sieben gearbeitet am diesen Berg.

00:16:11: die Zeit hat dafür sorgen müssen.

00:16:14: Und da wurde überall gekraben, es wurde überall gebaut, gesprengt und betongegostet.

00:16:18: Es war ein ständiges, ständiges Bauunternehmen, der nie aufgehört hat.

00:16:22: Unter unmenschlichen Bedingungen?

00:16:23: Ja, unter unglaubliche unmenschliche Bedingung.

00:16:25: Und eine der Sachen, was teilweise, was ich auch oft Leute erkläre oder versuche selbst zu verstehen ist... Wenn unsere Aufgabe uns beiden ist, dieses Flugzeugwerk so schnell wie möglich am Laufen zu bringen dann habe ich eigentlich Interesse daran die Leute die dafür sorgen dass das gebohrt wird.

00:16:39: So zu fliegen und zu hegen, dass sie das auch machen können Und da gibt es einfach ein Beispiel wenn wir beide jetzt gut gefrühstückt haben Wir haben gegessen und mussten zum Beispiel unser Produktionsziel ist heute ich sage mal fünf Kubik Erde irgendwo Haus schaffen.

00:16:52: Das schaffe ich vielleicht die erste Woche, die ersten Monate und dann geht es noch nicht mehr so gut.

00:16:55: Wir haben Hunger, unsere Kleider gehen kaputt, wir werden geschlagen wie Schlafen kommen.

00:16:59: Dann schaffen wir zum Beispiel diese fünf Gebieter nicht.

00:17:01: demso.

00:17:02: folger ist das kontraproduktiv gewesen.

00:17:04: aber das ist viele der Halte Methodik der Nazis gewesen.

00:17:07: Aber das heißt ja auch, wenn wir das mal fortsetzen jetzt diesen Gedanken.

00:17:11: Das heisst ja auch dass ständig Leute nachgeliefert werden müssen weil natürlich logischerweise der Tod eine große Rolle spielt.

00:17:16: Absolut!

00:17:17: Und zwar muss ich mal versuchen vorzustellen Wenn wir jetzt am Walpersberg stehen wollen und wir gehen ein-achtzig Jahren zurück in die Zeit Dass da fünf sechs sieben Taus leute umschuften auf diesem Berg was dort einen Ruhling gewesen sein muss und was für ein Karros es wahrscheinlich auch gewesen sein wird

00:17:32: Gibt es da irgendwie Zeitzeugen berichtet, die so ein bisschen Einblick in den Alltag geben?

00:17:36: Ja.

00:17:37: Also eine der Sachen natürlich ist halt die Zeitzeuge weil sie sind nicht mehr da.

00:17:41: also das heißt deren Erklärung werden eine schottliche Erklärungen.

00:17:45: Tagebücher alles möglich was geschrieben worden ist von diesen Leuten die es betrifft haben wir.

00:17:49: Wir haben aktuell circa.

00:17:51: von dem zwölftausend Zwangsarbeiter haben wir fast neuntausends Fünfhundert Das sind neuntausend Fünfhundert Leuten unterlagen, weil wir kriegen durchschnittlich zweit einmal im Monat immer noch nachfragen aus ganz Europa.

00:18:02: Von meinem Opa und meinen Großvater oder was auch immer war dort mehr wissenwürdig.

00:18:07: Und das hilft natürlich.

00:18:08: Wir haben vierundzwanzig der Arbeit an Digitaldaten zusammen.

00:18:12: Der Arbeit?

00:18:13: Genau!

00:18:14: Das ist halt die Ergebnis vor dreißig Jahren Forschung.

00:18:18: Das haben Sie ja gerade schon gesagt über das größte Archiv weltweit verfügen.

00:18:24: Was meint denn eigentlich das größte Archiv?

00:18:25: Meint es jetzt einen Ort gebunden wie eben den Waldmannsberg und darum gibt es das größter Archiv?

00:18:32: oder was genau...

00:18:34: Na ja, wenn alles zum Thema Waldberg und Heimat im Stadtarchiv von Kala legen würde.

00:18:40: Oder im Salle Rollerkreis.

00:18:42: In einem Ort brauchen wir vielleicht viele Jahre um das alles durchzugehen aber es ist ein Einort.

00:18:47: Das ist die einfache Lösung.

00:18:49: Die komplexere, reale Lösung ist bedingt durch die Opferherkunft.

00:18:53: von welchen dazu sind sie?

00:18:54: Dann hat man das ganze Produktionsthematik.

00:18:57: Das ist deutsche Unterlagen, die liegen im Städtegemeinkreis... Staats, Landesaschief, Bundesaschiff muss man überall hingehen.

00:19:05: Dann hat man zum Beispiel die Amerikaner hier sind.

00:19:07: das ist also wieder in Amerika wo man hier gehen muss.

00:19:09: Man hat die ganze Luftaufklärung.

00:19:11: das ist dann wieder nach England.

00:19:12: dass man gehen muss.

00:19:13: Da haben wir das ganze hussische Demontage und da muss man nach Moskow gehen.

00:19:17: Und so ist es halt ein Riesen-Tanbon muss ich sagen Die sich ständig irgendwo für zweit wo man ständig wieder was findet gleich wieder zehn neue Fragen hat und wieder weiter suchen muss

00:19:26: wie ein Pilz da eigentlich unter der Erde, auf der Erde und das was wir sehen.

00:19:32: Wie viele Leute haben denn in den letzten dreißig Jahren an dieser Forschung gearbeitet?

00:19:36: Naja so Forschung ist natürlich ein Thema was sehr viel Zeit kostet und auch teilweise schon sehr viel Mittel gekostet hat.

00:19:43: eine unserer Motivationen Entweder macht man das mit den ganzen Herzen oder man macht es gar nicht.

00:19:49: Manche Leute haben ja oft gesagt, da ist aber ein toller Hobby, was sich die Hobbyzeit schon längst vorbei hat.

00:19:53: Das ist inzwischen eine Verantwortung, die wir übernommen haben gegenüber diesen Leuten und wichtig ist für uns.

00:19:58: jedes Schicksal in diesem Wappensberg ist wichtig.

00:20:01: Sei es eine Zwangsarbeiter genauso wie ein Deutscher, wie einer der Piloten, als einer der Hittliungssicherer waren.

00:20:06: Die haben alle ihr Stück Geschichte zu erzählen und dann machen wir aus Verein auch keinen Unterschied.

00:20:10: nur wir sind objektiv und faktisch ganz akribisch.

00:20:14: diesen Arbeit kannst du nur von ein paar Leuten.

00:20:17: Also wir gehen oft mal in den Archiv, dann ist das mit zwei drei Leuten weil das ist doch nicht jede Mann Sache dort stundenlang in der Archive zu sitzen um durch Hunde davon Blätter zu gehen oder Mikrofilme anzusehen.

00:20:26: aber es ist okay jeden hat so ein bisschen sein Fachgebiet in unserem Verein und das ist auch gut so.

00:20:31: Deswegen nochmal die Frage wie viele Leute waren's denn in den letzten dreißig

00:20:35: Jahren?

00:20:35: Ich würde sagen wenn es um den Thema Forschung geht da muss ich ehrlich zugestehen dass sind das zwei drei Leute höchstens.

00:20:41: Zwei drei Leute!

00:20:42: Ja

00:20:43: Und dann vierundzwanzig Terabyte Ergebnis?

00:20:45: Genau.

00:20:46: Weil das halt ist, ganz einfach ist es kostet viel Zeit und ich war damals auch noch arbeits tätig, wo ich in Ernebars Berufssoldat da war natürlich diese Intensivität zu suchen nicht so groß.

00:20:57: Seit Jahrzehnte ist das massiv geworden.

00:21:02: Wir haben mehrere Publikationen, die jetzt fast fertig sind.

00:21:05: Wir führen jeden zwei Wochen im Carla-Ansplatten Artikel.

00:21:08: Wir sind beim hundertfünfzigsten Artikel schon zu der Geschichte daheim gemacht.

00:21:11: Also wir haben mit dieser Woche dieses Jugendprojekt eine Vielseitigkeit an Projekten.

00:21:16: Was Spaß macht natürlich?

00:21:17: Aber die auch gut gemacht werden müssen!

00:21:19: Ja

00:21:19: aber das braucht ja... Das hatten Sie ja schon gesagt.

00:21:22: A viel Zeit und B wenn sie sein von Russland über Europa bis nach Amerika, das heißt ja auch man muss reisen.

00:21:32: Man muss da hinfliegen und fahren kurz um.

00:21:36: Es ist offensichtlich ein immenser finanzierter Aufwand.

00:21:39: Wie finanzieren Sie sich denn da?

00:21:41: Das ist eine einfache Frage die ich mit einfaches Wort beantworte kann.

00:21:44: Ist alles privat gewesen?

00:21:45: Alles privat?

00:21:46: Ich frage jetzt nicht danach wie die Summe in Gänse aussehen würde Wenn man es mal zusammenrechnen wird.

00:21:54: betrachtlich, aber es ist okay.

00:21:56: Die Ergebnisse sind da raus.

00:21:57: also wir freuen uns immer wenn wir mal in einer Schief sind und ich bin bis jetzt in die mehr als seit sich Jahre noch nie in der Schiefgebühr sage.

00:22:03: jetzt habe ich meinen ganzen Tag Zeit verloren weil wir auch ganz gezielt müssen und wir haben.

00:22:08: ein Vorteil das klingt jetzt vielleicht etwas komisch ist dass dieses Geschichte nur ein Jahr gelaufen ist von April vierzig bis April fünfundvierzig.

00:22:14: Stellen Sie mal vor das von neunzehundertfünfzig gewesen oder noch?

00:22:19: Wir werden noch nicht fertig sein, aber da wäre es eine passive Aufgabe gewesen.

00:22:23: Die wir auch wahrscheinlich alleine nicht meistens können.

00:22:25: Zum Beispiel in Begen jetzt.

00:22:26: Da geht die Forschung weiter.

00:22:28: Da haben wir jetzt Leute aus den Vereinen aus Begen, die dort die Forschungen für die Bege weitermachen.

00:22:34: Also das heißt sie forschen vorwiegend zu diesem einen aktiven Jahr zur NS-Zeiten und was dann später zur DDR-Zeit war?

00:22:41: Es war ja wohl ein Waffenlager Für den Ernstfall, glaube ich.

00:22:46: Das spielt in der Forschung keine Rolle?

00:22:47: Doch!

00:22:48: Also die Geschichte des Walpersbergs... Okay wir gehen natürlich nicht Jahrhundete zurück.

00:22:51: also das bitte Alte ist nice to know.

00:22:54: aber es fängt bei uns forschungsmäßig echt an am dem Punkt wo das Walpersberg für die Heimach ausgebaut hat bis zum heutigen Zeit.

00:23:01: und natürlich spielts dieses Stück Komplexlage-Zonen-Zwonte der National Forksarmee nach KickSite um die siebzehn Jahre einen Stück zu erzählen in die Geschichte.

00:23:12: Aber Hauptziel ist echt dieses eine Jahr.

00:23:15: Wieso?

00:23:16: Das ist das, was mir jetzt gerade so noch einfällt, weil wir gerade darüber sprechen ... Sie sagten sie sind über die belgische Armee zum Weihrauswerk gekommen.

00:23:22: Was waren da Ihre Aufgaben?

00:23:23: Ich weiß nicht, die Bundeswehr war ja bis ... Nein, bis ... neunzehneinzig, glaube ich, waren die da.

00:23:28: Richtig!

00:23:29: Also es gibt immer einen Spruch, der gerne mit einem Lächeln zu enthalten hat und wenn ich Ihnen das jetzt sagen muss, dass ich ihn töte.

00:23:35: Wir sind jetzt aus diesem Zeitschul-Linkshaus.

00:23:38: Ich war damals in den belgischen Armeen, war ich im militärnachrichten-technischen Bereich.

00:23:43: Mein Fachgebiet war die Nationalen Volksarmee und die hussische Schreitkräfte in Deutschland, alles was Technik und Taktik war.

00:23:50: Und ich würde sagen, ein Monat bevor hier alles zusammengebrochen ist waren wir schon nachrichtentechnisch hier unterwegs ins Zivil und haben vor allem die hessischen Armee betrachtet, weil jeden das neueste Stand der Technik, was die Hussen bekamen oder die Sowjetarmy damals noch kam in die DDR.

00:24:07: Das war für uns natürlich als Ausbilder in diesem Thematik sehr interessant und auf einmal hat sich die Möglichkeit geworden, wir können jetzt heilen aus Deutschland.

00:24:14: Lass uns mal gucken gehen!

00:24:15: Und ich bin in den ersten Jahren von neunundachtzig bis dreinhunderttausend Kilometer gefahren in die DDR.

00:24:21: Jeden zehn Kilometer war was los.

00:24:24: Da hatte ich zum Beispiel das Glück dass sich alle NVA-Verdichtungsdepots der NVE Mali NVA, das waren seventy vier Stück auch aller Privatbesuchte also privat besucht habe und mit dem Leut noch sehr gut klargekommen bin.

00:24:36: Das waren Soldaten wie wir, nur hatten andere Uniformen.

00:24:39: Für uns war diese Technik sehr interessant.

00:24:40: Wir waren immer begeistert.

00:24:42: Ich hab zum Beispiel ein Weiß-Kaisel zwei Wochen in T-II umgefahren also das war einfach tolle Sachen.

00:24:48: Wir haben sehr viel Technik zurückgeholt und der Krieg ging dann der Balkan los.

00:24:54: Und da haben wir eigentlich massiv viel Technikum geholt.

00:24:56: Einer der Orte wo ich sein musste war Rotenstein und dadurch dem Wapensberg.

00:25:01: Okay,

00:25:02: okay interessant!

00:25:02: Aber ich will trotzdem gerne noch mal in diese graue Zeit zurückgehen.

00:25:08: Gibt es Statistiken wie viele Menschen ihr Leben haben lassen müssen?

00:25:13: Also das Thema natürlich der Toten ist ein sehr wichtiges Thema wahrscheinlich sogar das Wichtigste überhaupt.

00:25:18: Es gibt da große Diskrepanzen.

00:25:19: wenn man jetzt im Leubengrund stehen würde.

00:25:21: für das zentrale Mahnmal wo wir sattige Denkfeier haben oder starten steht auf dem Mahnmaller geschrieben sechstausend Toten.

00:25:28: Mein erster Eindruck, drei in neunzig fahren war und okay das ist schon achtig viel.

00:25:33: Und je nachdem wo man natürlich immer mehr lernt, stellt man eigentlich zu dem Entschluss von, das stimmt irgendwie hier nicht.

00:25:41: Also wo liegen die Leute?

00:25:42: zum Beispiel alle beerdigt?

00:25:43: Das sind massiv viele Leute!

00:25:45: Ich habe einen Einsatz gemacht in Jugoslawien, da hab ich Massengräber gesehen.

00:25:48: Sechstausend Leute unter die Erde zu legen, das macht man nicht mit ganz tiefes Loch und gut ist... ...und wir sind dann..das ist immer so hängen geblieben.

00:25:56: Und wir haben dann kurz nach Corona gesagt, jetzt müssen wir versuchen das zu klären und haben jedes Standesamt in Thüringen besucht.

00:26:03: Wir haben gesagt ganz einfach, ganz einfache Frage zeigen Sie bitte Ihren Sterbebücher.

00:26:09: Wir hatten ja natürlich wieder dieses Zeitlimit was uns natürlich vorteilhaft ist und damit haben wir aktuell thousand fourhundert vierhundert sieben Leute gefunden.

00:26:16: allerdings sind hier offiziell nur neunhundneinzig beurkundet also sechstausend was absolut nicht stimmt.

00:26:23: Ich sage immer, wir sind wahrscheinlich näher dann mit unserer Zahl.

00:26:27: In aller Ehrlichkeit gebe ich auch ehrlich zu... ...dass es wahrscheinlich nie hundert Prozent wissen werden.

00:26:31: Aber das kann auch keine ehemalige Gedenkstätte machen oder man hat echt die kompletten Listen.

00:26:35: Der Zahl ist schon realer und wird nicht komplett sein aber das ist trotzdem noch ein betrachtigen Zahl.

00:26:41: Natürlich!

00:26:42: Es spielt ja auch keine Rolle wie viele am Ende gestorben sind.

00:26:44: Am Ende spielt eine Rolle dass Menschen zu Tote gekommen sind.

00:26:48: Und das ist ja offensichtlich dann auch... Tatsache, was ich zum Beispiel nicht wusste und jetzt erst aus dem Gespräch herausgehört habe.

00:26:54: Das ist keine Vernichtungsarbeit in dem Sinne gewesen ist wie sie z.B.

00:26:58: den Buchenwald oder einen anderen Konzentrationslagen stattgefunden hat.

00:27:01: Richtig!

00:27:01: Aber wir haben vor langer Zeit mal ein Vortag gehalten im Gedenkstück der Mittelbordur.

00:27:06: Da war damals der Prof.

00:27:07: Dr.

00:27:08: Jens Kistanwagen noch Gedenktrittenleiter.

00:27:10: Und nach der Vortrag, das es mir immerhin geblieben hatte gesagt... Ich wusste nicht dass es so viele Parhalel gab zwischen der Heimat und ein Konzentrationslage wie Mittelbau Doha, die diese Arbeit durchfindet.

00:27:19: Also Vernichtung durch Arbeit ist hier teils auch zugetroffen nicht so in diesem extremen Maß was zum Beispiel Mittelbau doha war aber die Leute sind hier gestorben durch die Arbeit ganz einfach.

00:27:29: Was aber sicherlich auch darin legen hat das es ja Fachkräfte waren dass man da nicht so hat drauf prügeln können den Anführungsstrichen und darauf wertlegen können dass die Leute einfach vernichtet werden sondern eben man braucht sie.

00:27:40: uns versucht trotzdem ... einen halbwegs vernünftigen Umgang zu finden, oder sehe ich das falsch?

00:27:46: Das ist eigentlich falsch.

00:27:48: Es ist nicht böse gemeint!

00:27:50: Wir müssen ein Unterschied machen zwischen den Leuten die in diesem Bau des Projektes waren... ...das war das Kursteil, zwei Drittel und da gibt es kein Höchstteil die in der Produktion tätig war.

00:27:59: Da natürlich ist das Rhythmus man sitzt drinnen im Stollen, man bastelt was zusammen an dem Flugzeugen oder was auch immer.

00:28:06: eine der Sachen die ich immer noch die Leute hier erkläre ist, was sich schon gemacht habe, was meine Aufgabe war definiert schon meine Überlegung.

00:28:13: Jemand, der in die Küche arbeitet kommt ans Essen an.

00:28:16: Die Wand der Dolmets sitzt in einem Büro.

00:28:18: Wir beide stehen im Stollen und auf den Startbahn bei Wind und Wetter.

00:28:22: Und das ist ein bisschen das Problem gewesen also dass kein Teil in Produktionen, die hatten ein etwas besseres Leben aber das hat ihm zum Beispiel auch nicht geschützt für Krankheiten, die sehr ansteckend war.

00:28:32: Aber das Großteil war echt in dem Bau in den ganzen Transporte und das muss echt sehr harte Arbeit gewesen sein.

00:28:38: Aber

00:28:38: es gab ja, weil Sie gerade Krankheiten sagen, es gab hier auch einen Krankenkomplex im Hummelzeit, wenn ich richtig informiere?

00:28:43: Richtig!

00:28:44: Also jede der Lager hatte ursprünglich ein Krankenrevier was eigentlich mehr schlecht wie recht funktioniert hat vor allem je nachdem wo der Winter sich ankündigt und die Leute natürlich immer schneller krank werden können sie einfach mit der Situation nicht mehr... arbeiten.

00:28:58: Und da wäre es eigentlich in Oktoberf vierzig, ich sag gut, ursprünglich werde sogar gedacht ein Krankenhaus unter Tage was zu machen, das natürlich sofort abgeblockt wird von Saucol.

00:29:06: und dann kommt die Gedanke gut, wo?

00:29:07: gucken wir mal wo einen Krankenhaus machen können?

00:29:09: Dafür kommt halt das wunderschöne Jagdschloss in Hümesheim zuvor.

00:29:13: Schlauswirt gehörte damals auch dem Vogelfallag, die wollen werden sich wie ein Teufel und das wollten sie nicht trotzdem jetzt an Beschlagnahmen vom Landrat aus Stadthoder und dann wird es natürlich sehr schnell umgewandelt in ein Krankenhaus.

00:29:25: Das heißt, im Schloss selber werden die deutschen Leute verpflegt oder versorgt und in den Park kommen dann die einzelnen Barken zum Bau.

00:29:32: dort werden die Zwangsarbeiter versorgt.

00:29:35: Hier muss man auch ehrlicherweise zugeben dass wenn das Thema nur das Thema betrifft, dass der Leute die dort die pflegende Käfte waren Teilzwangsarbeit aber auch viele rote Kreuzschwester wie Ärzte versucht haben die Leute zu helfen Mit den wenigen Mitteln, die sie hatten.

00:29:49: Das muss man echt mal differenzieren.

00:29:51: Man hat auch sagen können, du bist krank, pech gehabt, ist egal und kannst halt sterben.

00:29:55: Das ist nicht so der Fall in Hymusheim.

00:29:58: Gibt es da Berichte drüber zum Beispiel?

00:30:00: Es gibt insgesamt über fünfzehntausend Dokumente, die wir alle digitalisiert haben.

00:30:05: Das Buch Sohumusheim ist fast fertig.

00:30:07: as we speak.

00:30:08: das ist in der Endphase weil das sehr wichtig war.

00:30:13: Einer unserer Freunden, der sich sehr engagiert für den Schloss ist Sahayna Hoberg mit seinem tollen Verein.

00:30:17: Er hat ein sehr schönes Buch über dem Schloss geschrieben was Architektur betrifft und die Geschichte.

00:30:22: Aber nur zwei Seiten über das Thema des Betriebskrankhauses.

00:30:25: Da haben wir gesagt da fehlt etwas.

00:30:27: Das fühlt sich perfekt miteinander an.

00:30:31: Wir mussten da was machen!

00:30:32: Die Publikation muss ich ehrlich sagen sind doch sehr stolz auf sie.

00:30:34: Es ist auch sehr akribisch geforscht worden.

00:30:36: Mit sehr vielen Quellen und so freue ich dass es demnächst fertig ist.

00:30:40: Ja,

00:30:41: da bin ich sehr gespannt.

00:30:43: Was mich auch noch interessiert, weil wir gerade von Zeitzeugen berichten und so reden... Es ist ja sicherlich an der Bevölkerung hier in Karl-Hein-Rotenstein und nicht vorbeigegangen, dass hier Dinge geschehen.

00:30:55: Gibt es da irgendwie Berichte wie die Leute hier?

00:30:58: Die Einwohnerinnen reagiert haben?

00:31:00: Also man muss damals ... Ich sag immer, es gab Teil Gruppen von Deutschen.

00:31:04: damals sind die, die weggeschaut haben.

00:31:07: Ich hab nichts gewusst, weil das ist so ein Arzt sich selbst zu schützen.

00:31:09: wenn ich nicht gesehen habe kann man mir auch nix vorwerfen.

00:31:12: Da gibt's eine Gruppe, die natürlich aktiv mitgearbeitet hat im schlechten Sinn.

00:31:16: Es gibt auch eine dritte Gruppe, die keine Gruppe will.

00:31:19: Die versucht haben zu helfen mit etwas Essen zuzustecken oder... Das gibt es auch.

00:31:25: Und es ist natürlich so, wir sind einzig, zweiundachzig Jahre weiter.

00:31:29: die Zeitzeugen sind nicht mehr da und zum Beispiel unser Vorsitzter, eher Mutter, die ist auch inzwischen auch vierundneinzig, hat das als Kind teilweise miterlebt aber sie ist auch schon... das sind die letzten letzten der Zeitzeuge.

00:31:40: Wir haben über diesen dreieinzig Jahren natürlich viele Zeugszeugen berichten von dem Deutschen, die wir noch erlebt haben zusammengetragen also die haben

00:31:47: wir.

00:31:48: Also man kann jetzt nicht irgendwie.

00:31:52: Ich stelle die Frage an.

00:31:53: Gibt es in dieser Zusammenstellung von Zeitzeugen, Gerichten aus der Bevölkerung irgendetwas, was sie besonders beeindruckt hat?

00:32:01: Naja ich würde sagen... Was Sie vorher gesagt haben, ich hab's nicht gewusst, trifft hier nicht zu.

00:32:05: Jeden Tag diesen massen Bewegungen vom Leubenkund aufs Viertausend Leute hin und her durch die Lage, durch die Orte wie Eutersdorf, Klein-Eutersdorf, Von Kala aus dieses stelliges Ankommen vorm Material Die Flugzeugen starten.

00:32:17: also alle in Kala haben gewusst was da lief.

00:32:23: Krass, das ist wirklich krass.

00:32:25: Vor allen Dingen deshalb war ja wie ich es einleitend gesagt habe wir sind regelmäßig nach Jena gefahren oder mit dem Zutun der Bimmel und wir an diesem Walpersberg vorbeigefahren und was genau stattgefunden hat selbst zu DDR-Zeiten wo wir das zumindest in meiner Erinnerung nicht thematisiert gab es zu DDR Zeit schon eine Art Erinnerungskultur.

00:32:45: Gedenken in irgendeiner Form wahrscheinlich?

00:32:47: Also

00:32:47: da muss sich die DDR mal oben.

00:32:48: Das ist meine persönliche Meinung.

00:32:50: Allerdings gab es eine sehr aktive Erinnerungskultur, die natürlich sehr politisch gefärbt war.

00:32:55: Wir haben hier Fotos – das kann ich hier nachher mal zeigen – da stehen am Läumengrund zwei Tausend Leute zusammen.

00:33:00: Die Schulen waren Pflicht dort hinzugehen und dann kommt man eigentlich so, wenn mir das dann spiegelt auf den heutigen Zeit, denke ich persönlich, vielleicht sollte man sich mal überdenken, dass man sagt gut mit dem Schulen, das sollte wieder einmal Pflicht sein, dass regional vor Ort egal was ist in Deutschland, wenn etwas passiert ist, dass die Schulen sich dort mit involvieren.

00:33:18: Storbestein zum Beispiel, ist ein Kroketesgeschicht.

00:33:19: Auch passiert das schon teils?

00:33:21: Aber für mich noch nicht genug!

00:33:23: Ja, das ist sowieso auch eine Frage Gedenkkultur.

00:33:25: und jetzt sind wir immer bei dem Thema.

00:33:28: Sie haben es gerade schon gesagt, dass passiert nicht genug.

00:33:30: was müsste denn abgesehen von Schulen oder... Also die Schule hat den Geschichtsunterricht.

00:33:35: Da bin ich mir fast sicher, dass solche Sachen auch nur sehr minimal abgearbeitet werden.

00:33:39: Gibt es irgendwie andere Methoden und Möglichkeiten Ihrer Meinung nach gerade immer vor den an den jeweiligen Orten Erinnerungskultur auferleben zu lassen oder bekannt dazu machen?

00:33:51: Na ja wir versuchen natürlich auch das Verein... sehr aktiv mit den Beschulen was zu machen.

00:33:54: Wir haben gerade in dieser Woche dieses Jugendprojekt, die Jugendlichen sind morgen im Räumengrund auch wenn das Wetter schön sein wird.

00:34:00: ich denke sie sind sehr motiviert und wir haben eigentlich über den letzten Jahren nur positive Reaktionen.

00:34:05: aber es braucht immer ein kleines Schubs.

00:34:08: man muss immer sagen kommt mir mach'n's sind alle mit auf den Zug und dann sind wir eigentlich auch immer zufrieden.

00:34:13: Daneben haben wir natürlich die Führung, die wir machen.

00:34:15: Da erreichst du ein sehr großes Publikum.

00:34:16: Wir hatten zum Beispiel letztens Führungen, da haben wir fast drei Hundertfünfzig Leute über mehreren Führungs zusammengekriegt.

00:34:21: Und da ist oft diese Resonanz von... Wir wohnen hier nur zwei Kilometer davon, das haben wir nicht gewusst.

00:34:27: Ich kann man sowas eigentlich nicht wissen?

00:34:29: Aber es ist okay!

00:34:29: Das ist auch kein Vorwurf.

00:34:30: dafür ist halt die Aufgabe klar, die Leute das mitzugeben.

00:34:34: Und ich sage immer wenn ich hunderte Leute vor mir habe Man ist

00:34:40: der Haken dran, auf jeden Fall sehe ich ähnlich.

00:34:42: Sie haben gerade auch das Jugendprojekt angesprochen, wie hier im Stadtmuseum stattfindet, aktuell oder stattgefunden hat?

00:34:49: Was genau passiert da?

00:34:50: Wir haben regelmäßig mit dem Gymnasium Kala fast jedes Jahr so eine Art Projektwoche und dieses Jahr zum Beispiel letztes Jahr haben wir das Friedhof-Programm gemacht, wir haben alles neu dokumentiert, abgemessen war sehr interessant, sind auch mal sehr interessante Ergebnisse nach Hause gekommen.

00:35:04: Diese Woche, ab morgen sind wir im Läumenkond.

00:35:06: Da waren ja vier Lager.

00:35:07: Dort gebären wir die Lager, ehemalige Lagensubstanz neu erkunden.

00:35:10: Auch mal gucken, ob es noch was zu finden ist und da ist noch einiges zu finden.

00:35:13: Da haben wir unsere Art und Weise das auch ganz gezielt zu machen.

00:35:16: Die Gruppe ist zehn Jugendlichen, zehnte elfte Klasse und ich habe so den Eindruck dass sie motiviert sind um morgen mitzumachen.

00:35:23: zu finden, heißt es richtig mit Ausgrabungen oder wie verstehe

00:35:25: ich das?

00:35:26: Das ist auch

00:35:27: so ein bisschen der kindliche Neugierinstinkt, der dann da geweckt wird.

00:35:29: Ja

00:35:30: also wir haben zum Beispiel vor zwei Jahren sowas ähnliches gemacht mit einer Gruppe vom Gymnasium, da war meine Anderlage und hat man gesehen, wie toll die das von uns so stolz waren dass sie was gefunden haben!

00:35:40: Die haben es ja gefunden.

00:35:41: Ich hab's da nicht versteckt, ich muss dir vielleicht mal dort suchen, die haben das echt gefunden.

00:35:44: Wie bist du natürlich ungefähr?

00:35:46: Weil eine der Sachen was ich deutlich immer kreiere ist man muss das Gelände lesen, man muss verstehen da könnte etwas sein Luftbilder zum Beispiel Aber auch Pläne und einfach gewissen Finesse dafür im Entwickler, um das zu verstehen.

00:35:59: Und wenn wir dabei sind, da sind die auch voll motiviert und das war echt ein super Erfolg!

00:36:03: Dann können sie dasselbe restaurieren... Wir haben dann auch unser Leute in dieser Fach-Manage also unsere Vorsitzende ist ja Diplomysiologe, die hat so alles drauf, um es zu helfen.

00:36:12: Und dann sehen wir, dass die Jugendlichen echt super happy sind, dass sie das auch was gefunden.

00:36:16: Es ist deren Arbeit gewesen.

00:36:17: Wir haben sie nur Stoß gegeben, dahin geführt.

00:36:21: Sind es dann Pflichtkurse für die Schülerinnen und Schüler?

00:36:24: Ich glaube, die haben so einmal im Jahr halb dieses Thema-Woch und da können sie sich mit ein gewisses Thema... Und wir machen das jetzt schon, glaub ich, vier, fünf Jahren.

00:36:31: Dass es immer um dem Thema Heilmach ist?

00:36:33: Da könnte man natürlich sagen ja, kommt man dann nicht irgendwo am Ende von den Ideen oder Projekten.

00:36:39: Auf keinen Fall.

00:36:40: Ich

00:36:41: will darauf hinaus die Frage zu stellen und das wollte ich gerade mal so ein bisschen erkunden, ob es überhaupt schon vorgefallen ist wenn Sie mit Schülerinnen und Schülern zusammenarbeiten und da kommt jetzt der eine oder andere politisch durchaus auf den Rechtsgesinnte Mensch dazu wie sie damit umgehen?

00:36:57: Es ist eine sehr wichtige Frage und ich muss in aller Ehrlichkeit zugeben dass das eigentlich in den ganzen Jahren der Jugend arbeiten noch die sich manifestiert hat.

00:37:06: Wahrscheinlich war mir die Jugend nicht mehr fängt auch immer an hier im Museum Erklären die Geschichte.

00:37:11: Wir müssen auch auf welche Knöpfe wir drücken mussten, damit sie auch mitkriegen, okay das ist ein wichtiges Thema und ich muss ehrlich sagen dazu habe ich noch nie gesagt euch jetzt haben wir eine Gruppe zu tun und wenn das so wäre da hätte ich sogar kein Problem auch die zu überzeugen.

00:37:26: Und das ist auch wichtig und ich glaube einer der Fehler die wir heute machen ist immer... Wir haben einen Grundprinzip bei uns im Verein.

00:37:32: es ist keine Politik Und das hat uns bis jetzt immer gut bewahrt für alle möglichen, sei es von links wie von rechts.

00:37:37: Ich finde extrem sowieso falsch.

00:37:39: Aber mit Leuten an einem Tisch zu sitzen und über den Thema zu sprechen... ...und die versuchen in ein vernünftiges, akzeptables Gesprächs zu klären ist für mich viel wichtiger, ständig zu schießen.

00:37:51: Eine der Sachen, die wir mitgeben auf eine Führung und sie können die Leute fragen, die bei uns mit dem Verein haben wenn hier vierzig Leute stehen dann sage ich zu denen Dieses Schuldgefühl abzulernen auf die deutsche Bevölkerung akzeptiere ich aus Belgien nicht.

00:38:04: Wichtig ist es allerdings, dass wir uns nicht vergessen und dass wir das zusammen erinnern.

00:38:08: Es gibt ja auch einen Unterschied zwischen Schuld und Verantwortung.

00:38:12: Das ist ja schon ein großer Unterschied und ich denke schon also zumindest spreche ich nur für mich persönlich dadurch, dass auch meine Vorfahren... an irgendwelchen Dingen beteiligt gewesen sind, habe ich ein Stück weit Verantwortung.

00:38:23: Solange wir von Geldern immer noch leben in einem Wirtschaftssystem das von Zwangsarbeiterinnen und Zwangserbeitern erarbeitet wurden ist, wenn ich mir heute eine Kaffeemaschine von Grupps kaufe zum Beispiel, kaufe ich mir noch zwei Zwangssarbeiter – heute noch!

00:38:36: Und so lange hab' ich diese Verantwortung auch mit mir zu tragen.

00:38:39: Aber wie gesagt es ist nur meine persönliche

00:38:40: Meinung.

00:38:40: Teile absolut ihr Meinungen.

00:38:41: Die Verantwortung ist wichtig aber ich denke dass die Bevölkerung vor allem die junge Hygienation... Ich habe das heute gemerkt mit den Jugendlichen.

00:38:50: Diese Verbindung ist nicht mehr da, diese geschichtliches Interesse.

00:38:53: Man muss das ständig wieder beleben.

00:38:55: Das Feuer muss ständig neu entfacht werden und man kann nicht die Jugend in die Pflicht nehmen, dass sie das alles kennenlösen müssen!

00:39:00: Man muss nur versuchen, dieses auch zu erklären.

00:39:02: Besuch eine Gedenkstätte ist natürlich wie Buchwald super wichtig Aber es ist auch wichtig, dass wir uns nachdenken, wie erreichen wir die Jugend?

00:39:09: Wie können wir sie wieder dafür mit einbeziehen, das sich so was überhaupt nicht wiederholt.

00:39:13: Das ist unser wichtiges Anliegen und da ist natürlich diese Verantwortung wichtig.

00:39:17: aber genauso wichtig ist dieses Schuldgefühl nicht mehr mitzugehen wenn ich anfange in einen Vortrag ohne eine Führung das Schuldgefühl abzuladen auf den Deutschen und ich bin absolut berechtigt das zu sagen Asperger, das geht ja um meine Landsleute dann bin ich falsch!

00:39:29: Das machen wir nicht richtig.

00:39:30: jetzt als wir gemeinsam diese Verantwortung weiterhin übernehmen.

00:39:36: Ich wünsche mir, dass das auch Erfolg hat.

00:39:38: Also ich überlege dann immer so nach Methoden.

00:39:40: und also ich habe ein ähnliches Podcastprojekt im Gymnasium in Jena, das heißt hinter den Steinen.

00:39:46: Da gucken wir uns Schülerinnen und Schüler der jeweils zehnten Klasse.

00:39:48: Gucken wir uns immer einen oder zwei Namen oder ein besonderes Schicksalskomplex an wie zum Beispiel die sogenannte Euthanasie und dazu entstehen dann in Zusammenarbeit mit Schülerinnen & Schülern jeweils ein Podcast.

00:39:59: was ich immer wieder merke in dieser Arbeit ist wenn du Geschichte lebendig versuchst zu machen, lebendiger zu gestalten erlebt Bar zu machen.

00:40:06: Dann findet man einen ganz, ganz anderen Zugang zu jugendlichen Menschen als das durch das trockene Vorlesen von Fakten.

00:40:15: dann gucke ich mir mal eine Ausstellung an.

00:40:16: okay ist ein bisschen interessant habe ich aber an zwei Minuten wieder vergessen.

00:40:19: wenn ich es anfassbar mache und die Kittys in eine Geschichte mit Einwebe in die Geschichte mit einwebeln Bleibt, glaube ich mehr hängen?

00:40:29: Sind Sie das bestätigen oder ähnlich sehen.

00:40:31: Also absolut!

00:40:31: Ich merke wenn wir jetzt zum Beispiel Führung machen... ...oder wir machen eine Sonderwanderung mit Jugendlichen und wir haben die schon gemacht in alle mögliche Wetterumständen von schönes Wetter bis übelstes Schnee.

00:40:42: Dann merk' ich dass sie, die leben das mit Die haben auch mal einen Tag so gesehen von okay es ist schlechtes Wett, aber wir haben trotzdem das gemacht Und da sind sie auch stolz drauf weil man soll auch die Jugend nicht immer so verdonnern oder die sind nichts bei Wert.

00:40:52: Das ist so ne Generation.

00:40:54: Ich glaub das nicht.

00:40:55: Es liegt aber an uns dafür zu sorgen, dass diese Generation mit auf den Boot springt und was wir die auch mitziehen können.

00:41:01: Ich denke mir das gelingt uns recht gut muss ich ehrlich sagen.

00:41:05: Ja

00:41:06: gibt es irgendetwas da Sie sich selbst noch wünschen für die Arbeit im Verein oder rund um den Weibersberg?

00:41:14: Das ist eine sehr gute Frage!

00:41:16: Ich wünsche, dass ich mindestens bis hundert Jahre leben kann damit unsere Arbeit endlich mal vorbei ist wird's wahrscheinlich nie vorbei sein aber vor allem dass wir weiterhin Schicksale aufklären können wieder ein Stückchen von dem Riesenpuzzle dazulegen können.

00:41:29: In der Hoffnung, dass er irgendwann mal das letzte Stückchen Puzzle fällt und dass wir das komplette Bild sehen.

00:41:35: Und vor allem, dass die Arbeiter jetzt schon so lange machen in den Verein oder ich als Privatpersonen... Wir machen uns natürlich auch Gedanken, okay wenn wir einmal nicht da sind wer macht es dann weiter?

00:41:44: Das ist eine Gedanke, die ist schon da, dass das alles nicht verloren geht.

00:41:48: Ja

00:41:49: aber gibt es auch jüngere Interessenten signalisieren, ich würde es weitermachen.

00:41:54: Also

00:41:55: wir haben ein paar Jugendliche im Verein.

00:41:57: Es ist natürlich so etwas was man mit sehr viel Privatmittel und sehr viel Privatszeit mit unglaublich viel Herzensblut aufbaut Ist natürlich eine Sache von okay.

00:42:06: irgendjemand weiß nicht dass sich loslassen muss an jemand anderes übergeben aber da muss auch hundert Prozent wissen an dem Person kann ich's auch übergeben.

00:42:12: Ja Und das ist noch nicht so einfach.

00:42:15: Vertrauensfragen.

00:42:19: Wir sitzen ja wie gesagt hier gerade im Stadtmuseum in Kala, wo es die Sonderausstellungen gibt.

00:42:24: Wo einige Exponate zu sehen sind.

00:42:26: Wie gesagt wir werden einfach mal zwei oder drei Bilder auf die Webseite packen.

00:42:30: Gibt es noch andere Orte, wo ich mir Ergebnisse der Forschung angucken kann beziehungsweise mir im Bild machen kann von dem was da geschehen ist?

00:42:37: Ja es

00:42:39: gibt natürlich noch ein gewisser Bose Pstanz um den Morbisberg noch zu sehen ist Die Bunker die es damals gab.

00:42:45: sie sind durch die Hosen gesprengt worden ab und sind noch teils da.

00:42:48: Man hat die Lage, man muss sich natürlich die Zeit nehmen diese Orte zu entdecken.

00:42:52: Eine der Sachen was ich zum Beispiel immer schade finde ist das wir jedes Jahr die Gedenkfeier haben, dass wir traditionell immer vom Gedenkkort zur Gedenckort gehen und da fahren alle wieder nach Hause.

00:43:01: Wir haben so über diesen mehr als dreißig Jahren Leute die wahrscheinlich noch nie außerhalb dieser Gedenktorte waren wo man was war.

00:43:08: Das arbeiten wir auch hingegen.

00:43:09: Gut kommt nochmal ein zwei Tagen früher nach Kala.

00:43:12: Da machen wir mal eine Sonderführung, da zeigen wir euch das Arbeitsumfeld.

00:43:15: Wo hat es stattgefunden?

00:43:17: Und da sind die Orte vor Ort.

00:43:19: Die muss man begehen und die muss man entdecken.

00:43:21: Das sind immer die Gedenkfeuern.

00:43:23: Es ist ein bisschen traditionell aus DDR, traditionell hervor.

00:43:27: Heimgeschichtlich!

00:43:28: Zum Beispiel wie im Buchwald, das ist um den deinzehnten April.

00:43:30: Wer es bei uns erlaubt in gleichen Daten?

00:43:32: Das ist aus DDR-Traditionen.

00:43:34: irgendwann immer über dem achten Mai ist das gewesen und wir haben diese Tradition weitergeführt.

00:43:38: Und das ist inzwischen auch eingebürgert mit alle Besucher aus dem Ausland und dieses Jahr ist es am neunten Mai.

00:43:43: Am neunte Mai, zwei tausend sechs und zwanzig Um das nachzuliefern für Leute die vielleicht erst zwei taussend sieben und zwansicht den Podcast hören Gibt es auch irgendwie Ergebnisse, also eine Webseite oder ähnliches, Ergebnisse die man sich im Netz angucken

00:43:56: kann?

00:43:57: Also wir haben unsere Webseiten www.wappersberg.de, daneben haben wir dann auch noch die Facebook-Seite, die eigentlich sehr aktiv ist und das sind eigentlich zwei wichtigste Instrumente.

00:44:05: Dann haben wir natürlich die Medienausgabe, wir schreiben regelmäßig gesagt für die Amtsblätter.

00:44:09: Wir haben regelmäßig dann die Publikationen, die sich jetzt auch immer vierfachen, also wir sind schon aktiv.

00:44:18: Es ist ein sehr vielseitiger Aufgabe aber der macht Spaß.

00:44:22: Das ist ein schönes Schluss, was würde ich sagen?

00:44:23: Herr Brionich, danke Ihnen fürs Rede und Antwort stehen.

00:44:26: Sehr gerne.

00:44:26: Wir

00:44:26: gehen jetzt immer noch ein bisschen rum und gucken uns mal etwas an.

00:44:32: Ich sage vielen Dank für's Zuhören!

00:44:33: Vielen Dank fürs dabei sein.

00:44:35: wenn ihr mit diskutieren wollt, wenn ihr Ideen eigene Sachen oder wenn ihr irgendwie zur Folge selbst was sagen wollt schreibt uns gerne eine E-Mail unter folgender e-mailadresse podcastatvhs-sok.de.

00:44:51: Ansonsten verbreibe ich dankensagend bis zum nächsten Mal, das für Ostwärts ein Spaziergang durch den Saale-Orla-Kreis.

00:44:57: Tschüss!

00:44:58: Vielen Dank, Herr Mühbel.

00:45:19: Danke!

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